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Wie ein Pfeifen: Was tun bei Tinnitus?

Weit über elf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Tinnitus: Bei ihnen klingelt, pfeift, rauscht, brummt, piept oder pocht es in einem oder beiden Ohren. Mal mehr, mal weniger stark und häufig länger als drei Monate – dann sind die Symptome chronisch.

Fehlverarbeitung von akustischen Signalen

Bei den meisten Betroffenen werden die störenden Geräusche nicht von einer Schallquelle produziert. Das heißt, andere Personen können sie nicht wahrnehmen. In manchen Fällen können physische Ursachen wie beispielsweise Morbus Menière (eine seltene Ohrenerkrankung), Kiefergelenkstörungen, Probleme mit der Halswirbelsäule, Diabetes oder Bluthochdruck für den Tinnitus verantwortlich gemacht werden. Meistens handelt es sich aber schlichtweg um eine Fehlverarbeitung von akustischen Signalen im Gehirn. Doch wie kommt es dazu?

Mit Pauken und Trompeten zum Ohrensausen

©Peter Atkins/stock.adobe.com

Jeder dritte Tinnitus wird durch eine Schädigung des Innenohrs infolge eines Lärm- oder akuten Schalltraumas verursacht. Bereits ein kurzer Knall mit mehr als 125 Dezibel (Silvesterknaller in unmittelbarer Nähe) oder dauerhafter Lärm über 85 Dezibel (mittlerer Straßenverkehr, laute Musik) reichen schon aus, um die Haarzellen im Innenohr irreparabel umzuknicken. Der Hörnerv erhält dann bei bestimmten Frequenzen keinen Reiz mehr und das Gehirn ersetzt diesen schließlich durch einen Phantom-Ton.

Wenn Stress hörbar wird

Stress kann langfristig dazu führen, dass manche Menschen ein Brummen, Piepen oder Rauschen hören. Häufig treten die Symptome in Zusammenhang mit einem Hörsturz auf. Von einem Moment auf den nächsten kommt es – in der Regel einseitig – zu einem plötzlichen Hörverlust: Betroffene nehmen alles dumpfer wahr, ganz so, als hätten sie Watte im Ohr. Zum Glück kommt es mithilfe Ärztlicher Behandlung in 90 Prozent aller Fälle zur Heilung. Damit geht auch meist der akute Tinnitus wieder weg. Manchmal besteht er allerdings weiter und wird chronisch.

So bringt man die Geräusche zum Schweigen

©jurgal/stock.adobe.com

Grundsätzlich gilt: Gehen Sie zum Hausarzt, Hals-Nasen-Ohren-(HNO-)Arzt oder Internisten, wenn Sie plötzlich schlecht hören und/oder ein dauerhaftes Geräusch im Ohr haben. Bei der Behandlung des akuten Tinnitus hat sich laut Prof. Matthias Tisch, HNO-Arzt und ärztlicher Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, der Einsatz von Cortison durchgesetzt. Alternativ empfiehlt er die Gabe eines Gingko-Spezialextrakts. Bei chronischem Tinnitus ist das Hörtraining zentraler Bestandteil der Therapie. Dabei lernen die Patienten, nicht weiter „nach innen zu hören“, sondern sich wieder aufmerksam nach außen zu wenden. So werden lustige Geräusche nicht oder nicht mehr so störend wahrgenommen. Akupunktur, Homöopathie und Psychotherapie ergänzen die Behandlungsoptionen.

Schutz für die Ohren

Bei wem es beruflich laut zugeht (zum Beispiel Bauarbeiter oder Berufsmusiker), sollte unbedingt einen geeigneten Gehörschutz tragen, um Ohrensausen und Hörverlust zu verhindern.

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